Die Hoffnung stirbt zuletzt

OP-Online 07.12.2011

Dietzenbach (cz) - Widersprüchliche Meldungen machen die Runde, wenn es um die Zukunft der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) geht.

Während die anderen vier Dietzenbacher Grundschulen bereits über Anbauten für die Nachtmittagsbetreuung verfügen, steht dies bei der DBS noch auf dem Wunschzettel. Doch sollte heute ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD im Kreistag beschlossen werden, wäre die Finanzierung eines Neubaus anstelle der Pavillons gefährdet.
Wie berichtet, wollen CDU und SPD einen Beschluss aus dem Jahr 2001 kippen, wonach der Kreis als Schulträger ein Drittel der Baumaßnahmen an Schulen finanziert und dadurch entstehende neue Betriebskosten. Erster Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) schlägt vor, die Investition in die DBS von dem Beschluss auszunehmen. So lange, bis mit dem Kreis ermittelt wurde, was ein Haus in Passivbauweise kostet und ob diese Folgekosten genauso teuer sind wie für die maroden Pavillons. Landrat Oliver Quilling (CDU) hatte zugesagt, die bislang für die Pavillons jährlich fälligen 15.000 Euro für den Betrieb auch weiterhin zahlen zu wollen. Die Baukosten müsse allerdings die Stadt alleine tragen.
Kolmer fürchtet nun, dass die Kommune auch zahlen muss, wenn beispielsweise in zehn Jahren eine Außenreparatur fällig werden sollte. In einem Schreiben an den Kreis hat Kolmer auch auf die Verlagerung der Horte an die Schulen verwiesen. So seien in der DBS zehn Kinder unterzubringen, von denen acht einen intensiven Betreuungsbedarf hätten. Auch hierfür sei eine Erweiterung dringend vonnöten. Kolmer hofft nach wie vor, dass der Kreis Betrieb und Unterhalt eines Neubaus übernimmt.