Zahlreiche Veränderungsmöglichkeiten ergeben sich

FAZ.Net 29.03.2011

Vergleichsweise geringe Einbußen um drei Prozentpunkte haben CDU und SPD in Wiesbaden hinnehmen müssen. Die CDU bleibt mit 33,5 Prozent dort stärkste Kraft vor den Sozialdemokraten (27,1). Die FDP brach von neun auf 4,6 Prozent ein, die Grünen verbesserten sich um neun Prozentpunkte auf einen Stimmenanteil von knapp 21 Prozent. Die CDU hat nun verschiedene Optionen für ein Bündnis in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung. Eine große Koalition ist dort zur Zeit wahrscheinlicher als ein schwarz-grünes Bündnis.
Zahlreiche Veränderungsmöglichkeiten ergeben sich im Kreis Offenbach: In Dietzenbach, wo CDU und Bürger für Dietzenbach/FWG bisher eine Koalition mit 24 von 45 Sitzen bilden, verfügt die CDU künftig nur noch über 14 Mandate. „Wir - Bürger für Dietzenbach“ hat acht Mandate erlangt; eines fehlt also zur Mehheit, aber SPD und Grüne Dietzenbacher Liste, die gemeinsam 18 Sitze haben, können ebenfalls keine bilden. In Dreieich gibt es nun rechnerisch eine Mehrheit für Rot-Grün, in Mühlheim hat die bisherige bürgerliche Kooperation aus CDU, Bürgern für Mühlheim und FDP ihre Mehrheit eingebüßt. Dort gibt es eine rot-grüne Mehrheit: Die SPD hat 19 von 45 Sitzen erreicht, die Grünen haben sechs. Auch in Langen ist eine rot-grüne Mehrheit möglich, ebenso in Egelsbach, wo die Grünen auch stärkste Fraktion wurden.