Bei CDU und SPD: Nachwuchs in den Startlöchern 23.

OP-Online - 23.11.2015

Im März kandidieren viele Mitglieder aus Jugendorganisationen

Dietzenbach Mit 14 (CDU), beziehungsweise zehn (SPD) Abgeordneten bilden die beiden großen Volksparteien aktuell die stärksten Fraktionen im Stadtparlament. Von Nina Beck

Während die Sozialdemokraten bereits Ende September ihre Kandidatenliste zur Kommunalwahl am 6. März verabschiedet hatten, trafen sich die Christdemokraten Freitagabend im Theaterbistro des Bürgerhauses zur Mitgliederversammlung – nicht zuletzt auch, um einen neuen Vorstand zu wählen. Alter und neuer Vorsitzender des CDU-Stadtverbands ist Stephan Gieseler, zu dessen Stellvertretern wählten die Mitglieder Marion Kiefer-Schmidt und Manuel Salomon.

„Die Botschaft“, so Gieseler, „ist: Wir brechen mit einem hohen Anteil an jugendlichen Bewerbern auf in die Zukunft, wollen aber auch auf Bewährtes nicht verzichten und setzen auf Kontinuität.“ Alle, die weiterarbeiten wollten, seien berücksichtigt worden, ebenso, wie die Frauenquote und die Wohnquartiere in den einzelnen Ortsteilen. „Mit Bedauern“ habe man zur Kenntnis genommen, dass einige langjährige Fraktionsmitglieder künftig nicht mehr dem Parlament zur Verfügung stehen, darunter neben Klaus und Ingeborg Lippold auch Stadtverordnetenvorsteherin Kornelia Butterweck, Norbert Kern, Anke Rast-Polnik, Thomas Wegener und Karin Willems. „Es ist uns nicht leicht gefallen, diese Entscheidungen zu akzeptieren“, sagte Gieseler, der für deren Arbeit dankte.

Die Kandidatenliste habe keinen Einfluss darauf, „wer später welches Amt übernimmt“, fuhr er fort. An Position Eins steht – partei-intern nicht unumstritten – Marion Kiefer-Schmidt. „Sie ist eine Kandidatin, die hier hervorragend vernetzt ist und sich in der Fraktion durch ihr Fachwissen hervorgetan hat“, sagte Manuel Salomon. Zu möglichen Koalitionen nach der Kommunalwahl äußerte Gieseler, grundsätzlich sei man „nach allen Richtungen offen“. Ziel aber sei „ganz klar, hier wieder bürgerliche Mehrheiten darzustellen“.

Was die Kommunalwahlliste der Sozialdemokraten anbelangt, hob Fraktionsvorsitzende Ulrike Alex auf Nachfrage ebenfalls den hohen Anteil an jungen Bewerbern hervor. Bis Listenplatz 20 sind acht Kandidaten im Jusoalter oder knapp darüber. Bis Platz 25 ist die Geschlechterquote von 50 Prozent eingehalten, und auch die SPD setzt auf einen Mix aus langjährigen, erfahrenen Stadtverordneten (etwa dem Dienstältesten im Magistrat, Reiner Engelhardt) und erstmals kandidierenden wie etwa der bisherigen Juso-Vorsitzenden Bengü Karakuz.