Solidaritätsbesuch der SPD bei manroland

Solidaritätsbesuch der SPD Kreistagsfraktion bei Druckmaschinenhersteller manroland

Am vergangenen Mittwoch besuchte die SPD Kreistagsfraktion manroland. Die Spannung im Werk ist greifbar, potentielle Investoren werden durch das Werk geführt, eine Lösung für die Beschäftigten muss gefunden werden.

Die nächsten zwei Wochen sind entscheidend. Ein Teil des Betriebsrates sitzt zeitgleich in einer Information- und Verhandlungsrunde.

Die SPD-Kreistagsmitglieder werden von den Betriebsratsmitgliedern Thomas Schmitt und Bernd Brehm begrüßt, Solidarität sei wichtig, Öffentlichkeit müsste hergestellt werden, so Brehm. Die Insolvenz habe zunächst Kunden abgeschreckt, sie fürchteten um die Gewährleistung. Inzwischen aber fassten sie wieder Vertrauen, auch die Zulieferung sei zunächst einmal gesichert. Brehm kritisiert die Zurückhaltung der Landesregierung bei der Unterstützung des Werkes.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Werner Müller, betont die Solidarität mit den Beschäftigten, manroland sei für den Kreis Offenbach ein wichtiger Arbeitgeber, darüber hinaus auch Gewerbesteuerzahler für die Stadt Mühlheim.

Die Betriebsratsmitglieder weisen auf besondere Problemfelder im Bereich der Beschäftigten hin. Manroland sei beispielgebend im Bereich der Integration von Schwerbehinderten und Kranken in den Arbeitsprozess, die gelte es zu erhalten. Darüber ginge es um die Zukunft von 93 Auszubilden, zuzüglich 27 Studenten und Praktikanten im Werk. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft liege bei 48 Jahren. Die für eine Auffanggesellschaft zur Verfügung stehenden 24 Millionen Euro reichten kaum für ein halbes Jahr, hier sei die Landesregierung gefragt.

„Schlanker, flexibler und billiger“ müsse man werden, habe der Insolvenzverwalter mitgeteilt. Der Betriebsrat hofft auf eine isolierte Lösung für den Standort Offenbach.

Bei einem Rundgang durch das Print Technology Center unter der Führung von Produktmanager Volker Sehring können sich die Kreistagsabgeordneten ein eindrucksvolles Bild von der Leistungsfähigkeit des Betriebes machen. Fraktionsvorsitzender Werner Müller zeigte sich beeindruckt von der Präzision der Maschinen und von der Patentdichte bei manroland. Es sei wichtig, dass in der Dienstleistungsregion Rhein-Main-Gebiet auch industrielle Ankerbetriebe wie manroland ihren Platz behielten.

Ulrike Alex
Pressesprecherin